Die Hoden

July 28, 2009 by admin

Die Hoden sind die Keimdrüsen des Mannes. Sie sind etwa pflaumengroß, haben eine ovale Form und liegen in einer Hauttasche, dem Hodensack (Skrotum). Unmittelbar auf den Hoden sitzen die Nebenhoden.

Entwicklung der Hoden Die Hoden entstehen an der Rückwand der Bauchhöhle und treten am Ende der Entwicklung des Fetus durch den Leistenkanal in den Hodensack. Durch diesen Vorgang werden die Hoden der Körpertemperatur entzogen. Dies ist wichtig, da die normale Körpertemperatur das Heranreifen der Samen beeinträchtigen würde. Es kann vorkommen, dass die Hoden während der Entwicklung des Fötus in der Bauchhöhle oder im Leistenkanal verbleiben (Hodenhochstand, Kryptorchismus). Dieses Krankheitsbild muss bis zum Ende des 2. Lebensjahres behandelt werden.

Feinbau der Hoden Jeder Hoden wird von einer derben, festen Hülle aus Bindegewebe umgeben. Innen wird der Hoden, wiederum durch Bindegewebe, in mehr als 200 Teile, sogenannte Hodenläppchen, unterteilt. Jedes dieser Läppchen besteht aus zwei bis vier Hodenkanälchen, in denen die Samenzellbildung stattfindet. Alle Hodenkanälchen zusammengenommen wären etwa 350 m lang.

Zu den Hodenerkrankungen gehören die Hodentorsion, die Hodenentzündung und auch der Hodenkrebs.

Die Nebenhoden

Die Nebenhoden (Epididymis) sind kleine Organe, die auf den Hoden sitzen und als Samenspeicher dienen. Bei den Nebenhoden unterscheidet man

  • Nebenhodenkopf
  • Nebenhodenkörper
  • Nebenhodenschwanz

Die noch nicht reifen Samenzellen gelangen aus den Hoden über ein Netz aus kleinen Kanälchen in die Nebenhoden, wo sie in Nebenhodenkörper und Nebenhodenschwanz zur endgültigen Reifung kommen. Im Ganzen bestehen die Nebenhoden aus verschiedenen kleinen Gängen, die im Nebenhodenschwanz in den Samenleiter übergehen.

Der Transport der Spermien durch die Nebenhoden dauert ungefähr 10 bis 12 Tage, dann werden die Samenzellen im Nebenhoden gespeichert. Um die Nebenhoden vollständig zu leeren, bedarf es mehrerer aufeinanderfolgender Samenergüsse (Ejakulation) im Zeitraum von 24 Stunden. Erfolgt über längere Zeit gar kein Samenerguss, kommt es zum Abbau von Spermien im Nebenhodenschwanz. Die hierbei entstehenden Abbauprodukte werden vom Körper über das Gewebe der Nebenhoden aufgenommen.


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